Dopamin: Woher die Glücksgefühle kommen und wie Du sie nutzt

Dopamin: Woher die Glücksgefühle kommen und wie Du sie nutzt

Dopamin gehört zu den wichtigsten Neurotransmittern im zentralen Nervensystem. Der Botenstoff beeinflusst mitunter Dein Wohlbefinden und ist für Deine Glücksgefühle verantwortlich. Außerdem wird Dein Belohnungszentrum im Gehirn von Dopamin angeregt und sorgt mitunter für Freude, Lust und Begeisterung. Du willst mehr von diesen Glücksgefühlen und davon profitieren? Dann kannst Du Deinen Dopaminspiegel auf natürliche Weise erhöhen. Wie das funktioniert, erfährst Du in diesem Artikel.

Dopamin ist vielen, wie auch Serotonin, als Glückshormon oder Wohlfühlhormon bekannt und wirkt wie ein natürliches Aufputschmittel, welches für gute Stimmung sorgt. Doch auch dein Belohnungszentrum wird bei der Ausschüttung des Botenstoffs angesprochen und der Dopaminspiegel steigt an. Wenn dieser im Keller ist, kann sich das so äußern, dass Du Dich zum Beispiel eher unmotiviert und unwohl fühlst oder sich Deine Begeisterung und Antriebskraft für Dinge in Grenzen hält. Doch mit einem erhöhten Dopamin-Haushalt fährt Dein Körper Achterbahn. Dopamin hat einen wichtigen Einfluss auf Koordination, Aufmerksamkeit, Motivation, Antriebskraft und Konzentration.

Die Dopaminausschüttung ist Teil des Belohnungssystems und wird durch Konditionierung verstärkt. Der Begriff Konditionierung ist vielen ein Begriff durch Pawlow und die klassische Konditionierung von Hunden. Konditionierung ist jedoch viel mehr, als durch einen bestimmten Reiz einen Speichelreflex auszulösen. Wir unterscheiden zwischen klassischer (Pawlow), instrumenteller (Thorndike) und operanter (Skinner) Konditionierung. Vereinfacht gesehen ist Konditionierung generell ein Lernprozess, bei dem eine Verknüpfung aus Reizen und Verhaltensweisen im Gehirn erstellt wird.

Wenn Du Dich über etwas freust oder von etwas begeistert bist, wirst Du dazu angeregt, dass sich dieser Reiz wiederholt. Damit kurbelt das Glückshormon Dopamin die Erwartungshaltung an und ist ein wichtiger Motivator für Deine Ziele.1 Es ist also nachvollziehbar, dass wir so oft wie möglich auf der Dopamin-Welle reiten wollen. Mit einigen Tricks kannst Du Deine Glückshormone auf natürliche Weise im Körper freisetzen und die Vorteile daraus ziehen.

 

Dopaminausschüttung in Körper und Gehirn

Der Botenstoff Dopamin, auch Dihydroxyphenylamin, gehört wie Adrenalin und Noradrenalin zu den Katecholaminen und zu den wichtigsten Neurotransmittern. Neurotransmitter sind die Botenstoffe im Gehirn und unterstützen Dich kurze, aufregende oder auch stressige Situationen zu bewältigen. Weiter sind sie dafür zuständig bestimmte Informationen zwischen Synapsen zu übermitteln. Jeder Neurotransmitter definiert ein spezifisches System. Wird Dopamin freigesetzt, aktiviert dies das System des Belohnungszentrums im Gehirn. So wie Serotonin hat Dopamin eine längerfristige Wirkung, da sie diffus in einem größeren Gebiet von Synapsen ausgeschüttet werden. Als Glückshormone im Körper haben sie eine besondere Bedeutung und regulieren unter anderem Dein Wohlbefinden oder Deinen Schlaf.

Die Neuronen im zentralen Nervensystem, in denen Dopamin vorkommt, nennt man dopaminerg. Sie befinden sich insbesondere im Mittelhirn. Die dopaminergen Zellen sind allerdings an vielen Orten beteiligt und spielen vor allem für die Steuerung und Regelung von Bewegungen als auch die Motivation,Antriebskraft und Kognition eine bedeutsame Rolle. Dopamin beeinflusst auch unser Hormonsystem und ist stellenweise am vegetativen Nervensystem beteiligt und reguliert die Durchblutung innerer Organe im Körper.

Als Zwischenprodukt in der Biosynthese von Adrenalin, wird Dopamin aus den Aminosäuren Phenylalanin bzw. Tyrosin umgewandelt, welche zur Synthese wichtiger körpereigener Proteine beitragen.2, 3

Wenn Dopamin im Gehirn freigesetzt wird, dockt der Botenstoff an die Rezeptoren der Empfängersynapse an, wodurch dem Gehirn Empfindungen und Gefühle signalisiert werden. Forschungen haben bewiesen, dass Belohnungen, die höher als erwartet sind, das Verlangen oder die Motivation sowie Antriebskraft zur Belohnung steigert. Somit gelten Dopamin-Neuronen als eine Motivationssubstanz in Folge von Vorfreude auf Belohnungen.4 

 

Dopaminmangel: Alles zu den Folgen und Ursachen

Dopamin ist eines der wichtigsten Neurotransmitter in unserem Gehirn. Daher kann sich ein Mangel an Dopamin in schwerwiegenden Folgen äußern. Diese beinhalten unter anderem:

  • Störungen der Bewegung
  • Tagesmüdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Motivation und Antriebskraftslosigkeit
  • kognitiven Leistungsdefizite
  • Depressive Verstimmungen

Bei einem extremen Mangel an Dopamin, können Restless-Legs-Syndrom, Parkinson und Depressionen entstehen. Auch die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird mit einem Mangel an Dopamin in Verbindung gebracht. Zur Behandlung wird oft Methylphenidat verwendet. Methylphenidat hemmt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin am synaptischen Spalt. Damit erhöht sich der Dopaminspiegel Körper.

Ursache eines Dopaminmangels kann dabei ein Nährstoffdefizit sein. Es kann dabei nicht nur an den wichtigen Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin mangeln, sondern auch an wichtigen Vitaminen wie den B-Vitaminen B6 und B12 oder Vitamin C liegen. Wenn Dein Körper nicht über ausreichende Nährstoffe verfügt, ist er nicht in der Lage das wichtige Dopamin zu bilden.

Ebenfalls kann ein Dopaminmangel an dem Fehlen von ausreichenden Dopaminrezeptoren an den Synapsen liegen. Wenn Deine Nervenzellen nicht über ausreichende Bindungsstellen für Dopamin verfügen, wird die Reizweiterleitung gestört.

Doch auch chronischer Stress kann die Ursache dafür sein, dass Dein Dopaminhaushalt nicht im Gleichgewicht ist und die Glückshormone ausbleiben.

 

Wie Du Dein Dopamin natürlich erhöhen kannst: Tipps für Biohacker

Dein Wohlbefinden und Deine Stimmung kannst Du mit einigen Tipps positiv beeinflussen, indem Du Deinen Dopaminspiegel auf natürliche Weise erhöhst.

Der wichtigste Faktor, um keinen Dopaminmangel zu erleiden, ist eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung. Einen gesunden Dopaminspiegel kannst Du aktiv beeinflussen. Dein Körper benötigt dazu ausreichende Nährstoffe, um Dopamin zu produzieren.
Die wichtigsten Nährstoffe sind die Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin und die Vitamine B6, B12 und C.
Im Ayurveda werden Erkrankungen, welche durch einen zu niedrigen Dopaminspiegel verursacht werden, mit der Juckbohne (Mucuna pruriens) behandelt. Die Juckbohne gilt als wichtige Quelle für L-DOPA. L-DOPA ist die Vorstufe von Dopamin und kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden, womit sich der Dopamin-Gehalt erhöht.

 

Meditieren - nimm Dir Zeit für Dich

Neben der Ernährung kann Meditation auch ein wichtiger Faktor für Dein Wohlbefinden sein. Es gibt viele unterschiedlichen Formen, welche wir im Sitzen, Liegen, Stehen oder Gehen praktizieren können. Meditation ist dabei viel mehr als nur nutzloses Rumsitzen. Richtig angewendet konnte mit Meditation ein Einfluss auf die Neurotransmitter zeigen. Dabei wurden die Neurotransmitter GABA, Glutamat, Serotonin und Dopamin erhöht. Cortisol und Noradrenalin, welche häufig mit Stress in Verbindung gebracht werden, sanken, was Meditation zu einem wirksamen Stresskiller macht.5

Gerade am Anfang, kann es sein, dass es Dir nicht so leicht fällt, Deinen Körper und Geist in den Zustand der Entspannung zu bringen. Du wirst zu Beginn vielleicht noch recht unruhig und angespannt sein. Doch das kannst Du lernen. Sobald anfänglich der Meditation die aktivierenden Botenstoffe ausgeschüttet werden, spürst Du wie Du mit der Zeit immer mehr loslassen kannst und entspannst. Bist Du ruhig, wach und fokussiert, reduziert sich Dein Stresslevel und Deine Stresshormone, wie Cortisol, werden abgebaut. Deine Gefäße weiten sich und Dein Blutdruck sowie Deine Herzfrequenz sinken. So erreichst Du ein starkes Glücksgefühl und entspannte Zufriedenheit.

 

Ziele setzen und To-do Listen abarbeiten

Wer kennt nicht das Gefühl der inneren Zufriedenheit, wenn sich ein Lächeln auf deinem Gesicht ausbreitet und Du kräftig ausatmen kannst?

Halte Deine Ziele fest, die Du erreichen willst und schreibe Dir eine To-do Liste, um dieses zu erreichen. Notiere auch alle Deine Aufgaben, die Du zu erledigen hast und setze einen Haken, wenn sie fertig sind. Das bringt Dir nicht nur dank der Dopaminausschüttung Glücksgefühle, sondern hilft Dir auch noch bei Deinem Zeitmanagement.

Setze Dir auf dem Weg zu Deinem Ziel Meilensteine, um Deine Antriebskraft und Deine zwischenzeitlichen Erfolge zu feiern. Dadurch verändert sich Dein Mindset und Du ruhst Dich nicht auf Deinen bisher erreichten Zielen aus, sondern willst immer mehr erreichen. Jedes erreichte Ziel löst einen Dopaminausstoß in Deinem Körper aus und steigert das Verlangen nach Glückshormonen, wodurch Du dazu motiviert wirst, mehr Aufgaben und Herausforderungen zu meistern.

 

Fazit

Dopamin ist einer der wichtigsten Neurotransmitter für unseren Körper. Haben wir von dem Botenstoff zu wenig, haben wir einen Dopaminmangel. Neben einseitiger Ernährung ist chronischer Stress einer der größten Faktoren für einen Dopaminmangel, welche wir aktiv beeinflussen können. Bei Stress kannst Du beispielsweise mithilfe von Entspannungstechniken, Meditation oder auch Yoga, Dich wieder in Balance bringen. Studien konnten bei Menschen, die meditieren, eine regionale Zunahme der Aktivität in Motivations- und Belohnungsarealen feststellen. Weiter wurden auch unter anderem, die Regionen beansprucht, die die Aufmerksamkeit steuern und Emotionen kontrollieren. Meditation kann sogar hirnphysiologische Veränderungen hervorrufen.6

Außerdem hilft Dir ein optimales Zeitmanagement, Deinen Dopaminspiegel zu erhöhen und Glückshormone auszulösen, indem Du Aufgaben erledigst, persönliche Ziele erreichst und Dein Wohlbefinden als auch Deine Stimmung auf das nächste Level hebst.

 

1. https://www.dasgehirn.info/handeln/lernen/lernen-durch-verknuepfen

2. https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Dopamin

3. https://www.centrosan.com/Wissen/Naehrstoff-Lexikon/Aminosaeuren/essentielle-Aminosaeuren/Phenylalanin-und-Tyrosin.php

4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18320725

5. http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0104-42302019000500706&lng=en&nrm=iso&tlng=en

6. https://dfme-achtsamkeit.de/wp-content/uploads/2017/05/Esch_2014_Die_neuronale_Basis_von_Meditation_und_Achtsamkeit.pdf

 

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