Piperin: So wirkt der natürliche Bioenhancer aus schwarzem Pfeffer auf Dein Gehirn

Piperin: So wirkt der natürliche Bioenhancer aus schwarzem Pfeffer auf Dein Gehirn

Schwarzer Pfeffer ist nicht nur eines der am häufigsten verwendeten Gewürze in Küchen auf der ganzen Welt. Der scharfe Geschmack, der in Piperin begründet liegt, ist nämlich auch schon lange für seine gesundheitsfördernden Wirkungen bekannt. In diesem Artikel erfährst Du mehr darüber, wie Piperin einen Einfluss auf Deinen Körper hat und warum es häufig in Supplementen enthalten ist.

Schwarzer Pfeffer verleiht nicht nur Deinen Mahlzeiten viel Geschmack, sondern wirkt auch Wunder für Deine Gesundheit und Dein Gehirn. Schwarzer Pfeffer enthält Piperin, das als Bioenhancer wirkt, d. h. er dient als natürlicher Verstärker für andere Wirkstoffe. Forscher konnten in Studien zeigen, dass schwarzer Pfeffer die Resorption von Kurkuma erhöhen kann. Aus diesen Gründen wird Piperin häufig als Inhaltsstoff in vielen Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.

Schwarzer Pfeffer auf Löffel

 

Was ist Piperin?

Piperin ist der wichtigste Bestandteil von schwarzem Pfeffer und ist neben Salz eines der am häufigsten verwendeten Gewürze. Es ist auch als „König der Gewürze“ bekannt. Piperin ist ein Alkaloid, ein farbloser bis gelblicher Feststoff, und setzt sich aus Piperinsäure und Piperidin zusammen. Pfeffer kommt aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Hergestellt wird es durch die gemahlenen Früchte, also der Pfefferkörner. Piperin entsteht ebenfalls, wenn Ethanol aus schwarzem Pfeffer extrahiert wird und dann kristallisiert wird.

Bestimmt kennst Du den Spruch „Geh dahin, wo der Pfeffer wächst!“ Aber wo ist das eigentlich – wo wächst schwarzer Pfeffer? Zunächst, bei schwarzem Pfeffer handelt es sich um getrocknete, unreife Beeren der Pflanze Piper nigrum, welche eine Kletterpflanze ist und sich wild an Bäumen hoch schlängelt. Dabei kann die Pfefferpflanze bzw. der Pfefferstrauch bis zu zehn Meter Höhe erreichen. Beheimatet ist die Pfefferpflanze ursprünglich in Indien. Mittlerweile hat sie sich aber als Nutzpflanze im südöstlichen Asien verbreitet.

Schwarzer Pfeffer ist jedoch nicht nur als Nahrungsmittel beliebt, um mit seinem schwarzen und leicht würzigen Geschmack beinahe allen Gerichten den letzten Pfiff zu verpassen. Der Scharfmacher ist gesund und wirkt als Antioxidans.

Mehr zu Antioxidantien erfährst Du hier.

Schwarzer Pfeffer auf Löffel

So wird Piperin schon seit vielen Tausenden Jahren in der alten ayurvedischen Medizin verwendet. Es enthält eine hohe Konzentration an wirksamen und nützlichen Pflanzenstoffen.1, 2 Piperin steckt zu einem Anteil von 2 Prozent bis 7,4 Prozent in schwarzem sowie weißen Pfeffer, der Gehalt an Piperin kann hier durch viele Umweltfaktoren beeinflusst werden, wie Klima, Wachstumsbedingungen und Herkunftsort.3

Früher war schwarzer Pfeffer ein wichtiger Gegenstand des Überlandhandels zwischen Indien und Europa. Dies führte zur Erkundung unentdeckter Gebiete und zur Entwicklung großer Handelsstädte in Europa und dem Nahen Osten. Es war teuer Pfeffer über den Landweg nach Europa zu bringen und konnte erst im 17. Jahrhundert billiger und in höheren Mengen über den Seeweg importiert werden.

Pfeffer wurde auch als Tauschmittel benutzt. Seit der Antike ist es ein begehrtes Gewürz, welches auch als Währung und heilige Opfergabe genutzt wurden. Zum einen zahlten Menschen ihre Steuern oder Lösegelder mit dem Gewürz und zum anderen wurden damit Götter geehrt. Häufig wurde auch im Mittelalter der Reichtum eines Mannes mit seinem Pfeffervorrat gemessen.

Schwarzer Pfeffer auf Löffel

 

Was sagt die Farbe über den Pfeffer aus?

Die unterschiedlichen Farben von Pfeffer spiegeln die unterschiedlichen Entwicklungs- und Verarbeitungsstufen dessen wider. Die Schärfe kommt aus dem enthaltenen Piperin. Gesund sind dabei alle Farben an Pfeffersorten. Den meisten Piperin Gehalt soll jedoch weißer Pfeffer enthalten.

Schwarzer Pfeffer wird gewonnen, indem die Pfefferbeeren gepflückt werden, wenn sie halb reif sind und kurz davor sind, rot zu werden. Diese werden dann getrocknet, dabei schrumpfen sie und nehmen eine dunkle Farbe an. Schwarzer Pfeffer ist der schärfste Pfeffer und hat das meiste Aroma von allen Sorten. Weil schwarzer Pfeffer empfindlich gegenüber Hitze ist, sollte dieser erst kurz vor dem Verzehr Speisen hinzugefügt werden. Doch wie gesund ist schwarzer Pfeffer? Schwarzer Pfeffer hat viele gesunde Inhaltsstoffe und ist eine gute Quelle für Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel Vitamin A, Vitamin B6, Vitamin K, Calcium, Eisen und Magnesium.

Auch roter Pfeffer ist scharf und noch einmal feuriger als schwarzer Pfeffer.

Grüne Pfefferkörner werden gepflückt, wenn sie noch unreif und grün sind. Dieser Pfeffer ist milderund hat einen frischen Geschmack.

Weiße Pfefferkörner werden gepflückt, wenn sie sehr reif sind. Hierfür werden die Körner anschließend in Salzlösung eingeweicht, um ihre dunkle Kapselhülle zu entfernen. Dabei bleibt dann nur der weiße Pfeffersamen übrig. Weißer Pfeffer ist schwarzem Pfeffer ähnlich, nur etwas weniger intensiv und aromatisch.

Schwarzer Pfeffer auf Löffel

 

Wie wirkt Piperin im Körper und Gehirn?

Piperin hat viele Vorteile und insbesondere auf das Gehirn eine positive Wirkung, indem es Deine kognitiven Funktionen verbessern kann.

 

Vorteile der Wirkung von Piperin:

  • steigende Produktion von Beta-Endorphinen
  • positive Wirkung auf den Dopaminhaushalt
  • positiven Einfluss auf die Serotoninproduktion
  • schützt Nervenzellen

Ein Effekt von Piperin ist die steigende Produktion von Beta-Endorphinen. In Deinem Körper sind das die am häufigsten vorkommenden Endorphine. Sie tragen dazu bei, dass Deine Stresstoleranz erhöht wird. Wenn Dein Beta-Endorphinspiegel ansteigt, kann das einen positiven Einfluss auf Deine kognitiven Funktionen haben.

Studentin ist am lernen

Piperin hat weiterhin eine positive Wirkung auf den Dopaminhaushalt. Dopamin ist den meisten als Glückshormon bekannt, zum anderen hat es einen wesentlichen Einfluss auf Deine Motivation und gehört zu den wichtigsten Botenstoffen in Deinem Hirn. Dopamin wird unter anderem aus der Aminosäure Phenylalanin synthetisiert. Weiterhin sorgt Dopamin dafür, dass Informationen verarbeitet werden. Was hat das mit Piperin zutun? Dopamin wird durch das Enzym MAO (Monoaminoxidase) gespalten und verliert damit seine Wirkung. Weil Piperin dieses Enzym hemmt, wird infolgedessen auch weniger Dopamin gespalten. Das bedeutet gleichzeitig, dass mehr Dopamin in Deinem Gehirn bleibt.

Piperin hat auch einen Einfluss auf die Produktion von Serotonin, Dein Wohlfühlhormon. Piperin verstärkt nämlich das Molekül 5-HTP – eine Vorstufe der Serotoninproduktion. Zudem wird Serotonin genauso wie Dopamin durch MAO gespalten, weshalb Piperin ebenfalls für eine Hemmung des Enzyms sorgt.4, 5

 

Gerne möchten wir Dir unser BRIGHT MOOD empfehlen, dass die natürlichen Serotonin-Vorstufen L-Tryptophan und 5-HTP enthält.

 

Schwarzer Pfeffer kann Deine Nervenzellen schützen und den Zelltod verhindern. Außerdem steuert Piperin den Kalziumfluss und hat somit auch eine Rolle bei der Produktion von Neurotransmittern. Da Calcium das Wachstum von Nervenzellen fördert und bei der Ausschüttung von Neurotransmittern hilft, kann Piperin so die Synchronisation der Nervenaktivität im Hirn verbessern.

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Schwarzer Pfeffer: Was sind die gesundheitlichen Wirkungen und Vorteile von Piperin?

In der alten chinesischen und indischen Medizin wurde schwarzer Pfeffer als natürliches Heilmittel benutzt, um die Abwehrkräfte zu stärken und zur Linderung von

  • Schmerzen
  • Schüttelfrost
  • Rheuma
  • Erkältungen
  • Muskelschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Fieber

verwendet. Als Tee wurde schwarzer Pfeffer auch zur Linderung von Migräne, Entzündungen im Hals oder bei schlechter Verdauung zu sich genommen. Weitere Anwendungen gab es, um die Durchblutung zu verbessern, den Speichelfluss zu erhöhen und den Appetit anzuregen.3 Piperin hat antioxidative Eigenschaften, fördert die Verdauung und kann beim Abnehmen unterstützen.

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Piperin hat antioxidative Eigenschaften

Piperin kann vor oxidativem Stress schützen, indem es freie Radikale aus dem Körper entfernt. In Zellstudien reduzierte eine niedrige Dosierung den Gehalt an freien Radikalen. 6 Ein hohes Maß an Schäden durch freie Radikale kann zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen, wie Entzündungen oder Herzerkrankungen.7, 8

 

Piperin steigert die Nährstoffaufnahme

Vorläufige Untersuchungen von Forschern legen nahe, dass Piperin es dem Körper ermöglicht, mehr Nährstoffe aufzunehmen, indem es ihnen erleichtert wird, durch die Membran des Darms zu gelangen, was die Effizienz des Darms weiter steigert.9

 

Piperin fördert die Verdauung

Schwarzer Pfeffer kann das Verdauungssystem effektiv unterstützen, indem die Sekretion von Magensäure erhöht wird. In einer Studie mit Mäusen konnte Piperin Durchfall verhindern. Bei Kaninchen und Meerschweinchen wirkte es genauso gut wie Loperamid, ein anderes Medikament zur Behandlung von Durchfall – ohne jedoch die üblichen Nebenwirkungen von Loperamid zu verursachen.10, 11 Weiterhin hat Piperin auch eine krampflösende Wirkung, was bedeutet, dass es Muskelkrämpfe im Verdauungstrakt reduzieren kann.12

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Piperin unterstützt beim Abnehmen

Piperin sorgt für eine Verbesserung des Stoffwechsels und unterdrückt die Fettansammlung im Körper. Eine in der Zeitschrift Biochemical and Biophysical Research veröffentlichte Studie fand heraus, dass schwarzer Pfeffer, wenn er in eine fettreiche Ernährung hinzugefügt wurde, dazu beitrug, die Gewichtszunahme erheblich zu reduzieren. Zudem nahmen die Fettzellen an Größe ab, indem es spezielle Proteine hemmt, die einen Anteil am Wachstum von Fettzellen haben. Weiter verbessert sich der Cholesterinspiegel, die Leber-Triglyceride vermindern sich und die Hormone Leptin und Lipase werden unterdrückt, die dabei helfen, den Hunger zu regulieren.

 

Wie kann man Piperin zu sich nehmen?

Piperin kannst Du als Kombipräparat oder als alleinstehendes Nahrungsergänzungsmittel zu Dir nehmen. Meistens gibt es dieses in Form von Cellulose Kapseln. Wer Probleme beim Schlucken von Kapseln oder Tabletten hat, kann auch zu einem Extrakt aus Pulver greifen. Die Einnahme ist aufgrund der Dosierung mit Kapseln jedoch einfacher.

Schwarzer Pfeffer auf holzbrett

 

Verwendung von Piperin in Supplements

Durch das enthaltene Piperin in schwarzen Pfeffer zählt das Hauptalkaloid zu den Bioenhancern. Piperin aus schwarzem Pfeffer-Extrakt wird in Supplementen verwendet, um die Bioverfügbarkeit der darin enthaltenen Nährstoffen zu erhöhen, die in den Blutkreislauf gelangen. Häufig wird es auch als Kombipräparat mit Curcumin (Curcuma) genutzt. Das liegt daran, dass sich Curcumin nur schlecht in Wasser auflöst und die Aufnahme erschwert. Curcumin und Curcuminoide sind der Hauptbestandteil von Curcuma.

 

Vorteile von Piperin als Bioenhancer

  • Stoffe im Darm besser aufnehmen
  • Abbau von Stoffen in Leber und Darm reduzieren
  • Abwehrmechanismen von Krankheitserregern schwächen
  • Verhindern des First-Pass-Effekts

First-Pass-Effekt bedeutet, dass wenn Wirkstoffe das erste Mal durch die Leber gelangen, können einige Substanzen teilweise ihre Wirksamkeit verlieren. Bioenhancer, wie Piperin, erhöhen die Bioverfügbarkeit von anderen Substanzen. Piperin sorgt also dafür, dass die weiteren Inhaltsstoffe des Nahrungsergänzungsmittels effektiv erhöht werden und optimal wirken können. Einige Hersteller verwenden auch den Begriff Bioperin.

 

Bei uns findest Du Piperin in diesen Produkten:

 

Was musst Du bei der Einnahme von Piperin beachten?

Wenn Du schwarzen Pfeffer zum Würzen in der Küche verwendest, werden in der Regel Mengen benutzt, bei denen Du Dir keine Sorgen um Nebenwirkungen machen musst. Die Einnahme gilt daher als unbedenklich.

Piperin hat im schwarzen Pfeffer zudem metabolische Wirkungen und kann die Bioverfügbarkeit verschiedener Arzneimittel wie Antibiotika, Rifampicin, Sulfadiazin, Tetracylin und Phenytoin verbessern, indem es deren Absorption erhöht und den Metabolismus des Arzneimittels verlangsamt. Bei manchen Medikamenten kann es so zu einer Überdosierung kommen.13

Halte Dich am besten an die angegebene Dosis auf der Verpackung. Solltest Du allerdings Medikamente nehmen, bei denen es zu einer Erhöhung der Bioverfügbarkeit durch die Dosierung mit Piperin kommt, solltest Du vorher mit Deinem Arzt über mögliche Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sprechen.

Schwarzer Pfeffer in Schüssel

 

Fazit

Kaum eine Ernährung kommt ohne schwarzen Pfeffer aus, denn es ist eines der beliebtesten Gewürze der Welt. Zusätzlich kann Dir der Scharfmacher viele gesundheitliche Vorteile bieten. Wenn Du wissen willst, was Du bei einem Mineralstoffmangel machen kannst, lies an dieser Stelle weiter.

Piperin bzw. Bioperin wirkt als Antioxidans und kann dazu beitragen, Zellschäden durch freie Radikale zu verhindern. Weiterhin ist das „König der Gewürze“ voller Vitamine und Mineralien.

Piperin findest Du aufgrund seiner Vorteile häufig in Nahrungsergänzungsmitteln. Viele nutzen es zusammen mit Kurkuma. Aber auch in einigen Produkten von ahead, wie SHARP MIND mit Vitamin B5 ist Piperin enthalten. Alle unsere Produkte sind frei von künstlichen Füllstoffen. SHARP MIND unterstützt mit seinen Inhaltsstoffen Deine Konzentration, sodass Du fokussiert an Deinen Projekten arbeiten kannst.

 

[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23768180/

[2] https://www.researchgate.net/publication/270275083_A_Review_on_Therapeutic_Potential_of_Piper_nigrum_L_Black_Pepper_The_King_of_Spices

[3] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/1541-4337.12246

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15997146

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22195361

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11031726

[7] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28230726/

[8] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30531003/

[9] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0944711304701063

[10] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11345706

[11] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18477966

[12] http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13880200902918352

[13] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21434835/