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19. 10. 2017


Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Depressionen, Burn-out: Stress macht auf Dauer krank. Wer ihn vermeiden möchte, sollte den Akku ganz bewusst herunterfahren.

Jeden Tag stehen wir unter Strom. Wir hetzen von einem Termin zum anderen und wollen am liebsten alles auf einmal erledigen. Fakt ist: Stress ist aus dem Alltag vieler Menschen gar nicht mehr wegzudenken. Meistens können sie sich noch nicht einmal zu Hause entspannen, weil der Kopf einem Flipperautomaten gleicht. Dauerstress ist allerdings Gift für deine Gesundheit, das du dir täglich in die Venen spritzt. Chronischer Stress lähmt nicht nur – er beeinträchtigt auch die Gesundheit. Entspannung kann man lernen. Mit diesen Tipps gelingt dieses Vorhaben ganz bestimmt.

Stress: Was passiert eigentlich im Körper?

 Der Puls rast, die Gedanken kreisen: Stress ist für viele Menschen Alltag. Stress ist keine Krankheit, sondern eine ganz normale Reaktion unseres Körpers, mit schwierigen Situationen fertig zu werden. Selbst die Steinzeitmenschen kannten Stress, wenn sie einem Säbelzahntiger gegenüberstanden. Stress ist demzufolge ein lebenswichtiges Signal, das den Körper zur Flucht oder zum Kampf auffordert. Doch was passiert eigentlich mit uns, wenn wir ständig unter Strom stehen?

Sobald wir gestresst sind, schüttet unser Körper vermehrt Cortisol aus. Cortisol ist ein Stresshormon, das uns zu Höchstleistungen antreibt. Problematisch wird es dann, wenn der Cortisol-Spiegel dauerhaft zu hoch ist. Dann können Schlafstörungen die Folge sein.

Cortisol regt übrigens nicht nur den Kreislauf an – das Hormon sorgt auch dafür, dass die Leber Glukose und Fettsäuren ausschüttet. Diese Stoffe regen jedoch die Bauchspeicheldrüse an, vermehrt Insulin zu bilden, um den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Die Bauchspeicheldrüse ist somit ständig überlastet, weshalb die Gefahr groß ist, dass sie ihre Funktion irgendwann einstellt. Die Folge ist Diabetes.

Gelassener leben: Übungen & Mittel gegen Stress

1. Tief durchatmen

Diese Atemübung ist besonders hilfreich, wenn du merkst, dass dein Stresspegel besonders hoch ist. Sie hilft dir, im Alltag zu entschleunigen und einen klaren Kopf zu bekommen. Der Trick ist, die Atmung zu verlängern, indem du vier Sekunden lang ein- und ausatmest. Wenn du diese Technik zehnmal wiederholst, wirst du den Unterschied deutlich spüren können. Nicht nur der Puls verlangsamt sich – auch kommen deine Gedanken zur Ruhe, wenn du dich auf deine Atmung konzentrierst.

 Diese Atemübung ist besonders hilfreich, wenn du merkst, dass dein Stresspegel besonders hoch ist. Sie hilft dir, im Alltag zu entschleunigen und einen klaren Kopf zu bekommen. Der Trick ist, die Atmung zu verlängern, indem du vier Sekunden lang ein- und ausatmest. Wenn du diese Technik zehnmal wiederholst, wirst du den Unterschied deutlich spüren können. Nicht nur der Puls verlangsamt sich – auch kommen deine Gedanken zur Ruhe, wenn du dich auf deine Atmung konzentrierst.

2. Be happy!

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 Klingt zunächst absurd, oder? Ist es aber nicht. Gerade wenn wir uns gestresst, müde oder launisch fühlen, sollten wir öfters lächeln. Kaum zu glauben, jedoch schüttet unser Körper auch dann Glückshormone aus, wenn wir es vollkommen grundlos tun.

3. Öfter NEIN sagen

 Die Eltern besuchen, dem Freund oder der Freundin einen Gefallen tun oder am Wochenende die Dinge erledigen, die in der Woche auf der Strecke bleiben: Stress kann ganz schön anstrengend sein. Deshalb sollten wir des Öfteren NEIN sagen, um stressfreier zu leben. Was andere davon halten – darüber solltest du dir keine Gedanken machen.

4. Stressabbau durch Entspannung

 Entspannung ist immer noch die beste Waffe gegen Stress. Besonders wirksam ist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Bei dieser Technik spannst du nacheinander einzelne Muskeln an, bevor du sie nach wenigen Sekunden wieder entspannst. Mit dieser Entspannungstechnik lockerst du nicht nur deine angespannten Muskeln – auch kannst du andere Symptome (Kopfschmerzen, geistige Unruhe, Herzklopfen) lindern.

5. Sport gegen Stress

 Sport ist immer noch die beste Medizin, um Stresssymptomen entgegenzuwirken. Ausdauersportarten, insbesondere Jogging, Walking, Schwimmen und Tanzen, sind diesbezüglich ideal, um Stress abzubauen. Liebhaber des Kraftsports sollten hingegen auf intensive, kurze Work-outs setzen. Auf späte Trainingseinheiten solltest du allerdings verzichten, um den Cortisol-Spiegel nicht unnötig zu pushen. Je mehr Cortisol du abends ausschüttest, desto schlechter kannst du schlafen.

6. Reduziere deinen Kaffeekonsum

 Kaffee regt den Kreislauf an – das weiß jeder. Dass Kaffee den Cortisol-Spiegel ankurbelt, weiß allerdings kaum jemand. Deshalb solltest du den Genuss dieses koffeinhaltigen Getränkes stark einschränken, indem du nur 1 bis 2 Tassen Kaffee täglich trinkst.

7. Gewöhne deinen Körper an einen festen Tag-Nacht-Rhythmus

 Wenn du schlecht schläfst, kann es daran liegen, dass dein Körper keine festen Schlafenszeiten kennt. Sobald du jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehst, gewöhnt dein Körper sich daran, indem er vermehrt Melatonin produziert. Melatonin ist das Schlafhormon, das für einen gesunden Schlaf sorgt.

8. Höre Musik!

 Jeder kennt das: Du hörst deinen Lieblingssong und dir geht es sofort besser. Musik ist tatsächlich ein wunderbares Mittel, um den Stresspegel zu senken. Dabei kommt es nicht darauf an, welche Musik du hörst, sondern warumdu sie hörst. Heute Hip Hop, morgen Klassik: Die Musikauswahl wird in erster Linie durch Stimmungen und Gefühle beeinflusst, die täglich variieren können.

9. Viel trinken

 Wer zu wenig trinkt, trocknet aus. Nicht nur die Hirnleistung lässt nach – auch neigen wir zu schlechter Laune. Außerdem produziert ein dehydrierter Körper das Stresshormon Cortisol, das deinen Stresspegel immer weiter ansteigen lässt. Trinken ist deshalb ausgesprochen wichtig, um den Cortisol-Spiegel im Zaum zu halten. Zwei bis drei Liter täglich sind diesbezüglich ideal. Auf koffeinhaltige und gesüßte Getränke solltest du allerdings verzichten. Viel besser sind Wasser und ungesüßte Tees.

Fazit

Viele Menschen setzen sich viel zu oft unter Druck. Sie leiden unter Stress, der auf Dauer krank macht. Deshalb solltest du dir regelmäßig eine kleine Auszeit gönnen, die nicht nur deinem Körper, sondern auch deiner Seele guttut.


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