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01. 06. 2018


Für viele Menschen klingt der Begriff Nootropika (Nootropics) vermutlich etwas seltsam. Es handelt sich dabei um natürliche Pflanzenstoffe und Nahrungsergänzungsmittel, mit denen du deine kognitive Leistungsfähigkeit steigern kannst.

Was sind Nootropika?

Nootropika oder Nootropics sind natürliche Substanzen, die das zentrale Nervensystem positiv beeinflussen können. Aufgrund der anregenden Wirkung können Nootropika deine kognitive Leistungsfähigkeit verbessern, um im Alltag konzentrierter, fokussierter und aufmerksamer zu sein. Sie besitzen wenige bis keine Nebenwirkungen, weshalb sie praktisch ungiftig sind.

In der chinesischen und ayurvedischen Medizin werden Nootropika schon seit Jahrhunderten für die Erweiterung des Bewusstseins verwendet. Den Begriff „Nootropika“ hat der rumänische Wissenschaftler Dr. Corneliu Giurgea ins Leben gerufen, der das Medikament Piracetam, eines der bekanntesten Nootropika, entwickelt hat. Er leitete die Bezeichnung von den beiden griechischen Wörtern Nous (Geist) und Tropus (Wendung) ab. Seiner Auffassung nach können Nootropika

  • die Lernfähigkeit und das Gedächtnis verbessern
  • bei Stress helfen
  • das Gehirn vor schädlichen Substanzen (Drogen) schützen

Ein wesentliches Merkmal ist, dass Nootropika wenige bis gar keine Nebenwirkungen besitzen und somit praktisch ungiftig sind.

Wie wirken Nootropika?

Nootropika können deine mentale Leistung positiv beeinflussen, weil sie auf das zentrale Nervensystem wirken. Vorrangig kurbelt ein nootropisches Mittel die Energieversorgung (ATP) und die Durchblutung des Gehirns an, sodass du dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit auf natürliche Weise steigern kannst.

Warum werden Nootropika als Gehirndoping bezeichnet?

Fälschlicherweise werden Nootropika (Nootropics) auch als Gehirndoping oder Smart Drugs bezeichnet. Das liegt einfach daran, dass Nootropika deine kognitiven Leistungen verbessern können. Nootropika sind keine Medikamente, sondern Substanzen, die entweder natürlich oder synthetisch sind. Einige Nootropika wirken anregend – andere Nootropika besitzen einen ausgleichenden Effekt. Im Gegensatz zu Stimulanzien haben natürliche Nootropika den großen Vorteil, dass sie sich auch durchaus für eine längere Einnahme eignen, weil dein Körper sich nicht an die Nootropika gewöhnt.

Nootropika vs. Bewusstseinserweiternde Stoffe: Welche Unterschiede gibt es?

Da die Klassifizierung von Dr. Corneliu Giurgea etwas allgemein ist, hat der Pharmakologe Dr. V. Skondia eine detailliertere Auflistung erarbeitet, um die Nootropika besser klassifizieren zu können. Somit sind Nootropika Stoffe, die

  • den Blutdruck nicht beeinflussen können
  • deine Gehirnfunktion nicht verändern können
  • den Stoffwechsel und die Gehirnleistung anregen können
  • keine oder geringe Nebenwirkungen haben
  • die Blut-Hirn-Schranke problemlos durchdringen können

Klinische Studien müssen die anregende Wirkung beweisen – nur dann sind es, gemäß der Auffassung und Klassifizierung von Dr. V. Skondia, echte Nootropika, die sich von bewusstseinserweiternden Stoffen deutlich unterscheiden. Koffein ist solch ein bewusstseinserweiternder Stoff, der kurzfristig für eine Veränderung der geistigen Wahrnehmung sorgt. Wird Koffein höher dosiert, ruft er Nebenwirkungen, insbesondere Herzklopfen und Unbehagen, hervor. Da die Wirkung bei einer wiederholten Einnahme nachlässt und der Körper eine Toleranz aufbaut, ist Koffein nicht als Nootropikum, sondern als Stimulans einzuordnen.

Die besten Nootropika Smart Drugs

Welche Nootropika gibt es?

Gemäß der Auffassung der beiden Wissenschaftler sind Nootropika Stoffe,

  • die deine Gehirnleistung und kognitiven Fähigkeiten verbessern können
  • die geringe oder keine Nebenwirkungen besitzen
  • die ohne Gewöhnungseffekt auskommen

Sie haben die Nootropika, die diese Anforderungen erfüllen, folgendermaßen eingeteilt:

  • Pflanzen und Kräuter (natürliche Pflanzenstoffe),
  • Racetame,
  • Cholin,

die wir im Einzelnen noch etwas detaillierter erklären werden.

Zudem erwähnen wir einige spezielle Vitamine und Fette. Diese sind zwar im engsten Sinne keine echten Nootropika, jedoch erwähnen wir sie trotzdem, weil sie nicht nur zum Schutz des Gehirns und zur Verbesserung des Stoffwechsels beitragen – sie können auch die Reizweiterleitung von Nervenzellen verbessern.

Natürliche Pflanzenextrakte

Ginkgo Biloba

Ginkgo Biloba zählt zu den Nootropika, die am besten erforscht sind. Dieses natürliche Nootropikum kann die kognitive Leistungsfähigkeit und die Gedächtnisleistung verbessern, weshalb es auch zur begleitenden Behandlung von Alzheimer eingesetzt wird.1

Ashwagandha

Ashwagandha (indischer Ginseng) ist ein exotisches indisches Kraut, das in der ayurvedischen Medizin vorwiegend bei Stress, Schlafproblemen und neurologischen Störungen verwendet wird. Studien deuten darauf hin, dass Indischer Ginseng deinen Körper ins Gleichgewicht bringt, indem er deinen Cortisolspiegel senkt. Cortisol ist ein Stresshormon, das zwischen sechs Uhr morgens und acht Uhr abends durch den Einfluss von Licht gebildet wird. Ist zu viel Cortisol im Blut vorhanden, beispielsweise durch eine Überfunktion der Nebennierenrinde, kann Cortisol Schlafstörungen und Stress begünstigen. Ashwagandha kann dieses Ungleichgewicht wieder ausgleichen, sodass du dich ausgeglichener und entspannter fühlst.

Rosenwurz - Rhodiola Rosea

Rosenwurz (Rhodiola Rosea) ist ein Nootropikum und Nahrungsergänzungsmittel, das zur Familie der Dickblattgewächse gehört. Die gesundheitsfördernde Wirkung bezieht sich auf den Wurzelextrakt, der nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit steigern kann – er kann auch beim Abbau von Stress helfen. Womöglich kann Rosenwurz als Nootropikum auch für eine bessere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Neurotransmitter und eine vermehrte Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen) sorgen.

Brahmi – Bacopa Monnieri

Brahmi oder Bacopa Monnieri ist nicht nur eine uralte Heilpflanze, sondern ein natürliches Nootropikum, das deine Konzentration und mentale Leistungsfähigkeit verbessern kann.2 Gleichzeitig gehört Bacopa Monnieri zu den sogenannten Adaptogenen, die eine ausgleichende mentale Wirkung besitzen und Stress entgegenwirken können.

Huperzin-A

Huperzin ist eines der besten Nootropika, um konzentriert und fokussiert zu sein. Huperzin ist ein Alkaloid, das in Bärlappgewächsen vorkommt. Huperzin A ist ein Hemmer des Enzyms Acetylcholinesterase (AchE), welches für den Abbau von Acetylcholin sorgt. Dadurch entsteht eine erhöhte Konzentration an Acetylcholin im Gehirn. Acetylcholin ist ein Neurotransmitter, der für dein Gehirn unerlässlich ist. Somit kann Huperzin nicht nur deine Konzentration fördern – Huperzin kann auch deine Gedächtnisleistung verbessern.

Vinpocetin

Vinpocetin ist ein Nootropikum, das aus den Samen der Pflanze Vinca minor (Kleines Immergrün) gewonnen wird. Vinpocetin kann nicht nur die Durchblutung des Gehirns verbessern – es kann auch den Hirn- und Energiestoffwechsel anregen.

5-HTP

5-HTP kommt sowohl in Bananen als auch in den Samen der afrikanischen Schwarzbohne vor. Einerseits wird 5 HTP in der Leber verstoffwechselt - andererseits gelangt es über die Blut-Hirn-Schranke in dein Gehirn, wo es in Serotonin umgewandelt wird. Der Botenstoff Serotonin ist das Glückshormon und ein Nootropikum, das für mehr Gelassenheit, innere Ruhe und eine bessere Stimmung sorgt.

Melatonin

Melatonin ist das Schlafhormon und der Gegenspieler von Serotonin. Zusammen regeln sie deinen zirkadianen Rhythmus – auch als deine „innere Uhr“ bekannt. Während Serotonin durch blaues Licht aktiviert wird, findet die Produktion von Melatonin in der Dunkelheit statt. Gebildet wird die natürliche Droge, die in den frühen Morgenstunden ihren Höhepunkt erreicht, in der Zirbeldrüse. Im Gegensatz zu Serotonin besitzt Melatonin eine beruhigende, schlaffördernde und ausgleichende Wirkung.

Igel-Stachelbart

Der Igel-Stachelbart, auch Herecium oder Affenkopfpilz genannt, ist ein hervorragender Speisepilz. Er gehört ferner zu den Nootropika, weil die enthaltenen Aminosäuren und Polysaccharide sich positiv auf deine Gesundheit auswirken können. Der Igel-Stachelbart zeichnet sich durch eine stimmungsaufhellende Wirkung aus, sodass Unruhe und Schlafstörungen gemindert werden können.

Acetyl-L-Carnitin (ALCAR)

Auch wenn Acetyl-L-Carnitin für unsere mentale Leistungsfähigkeit unentbehrlich ist, zählt es nicht gerade zu den bekanntesten Nootropika. Acetyl-L-Carnitin wird künstlich hergestellt, indem man dem natürlichen L-Carnitin, das dein Körper aus den Aminosäuren Lysin und Methionin bildet, eine Acetylgruppe hinzufügt. Dadurch regt Acetyl-L-Carnitin die Bildung des Botenstoffes Acetylcholin an, der für die Reiz- und Informationsweiterleitung verantwortlich ist. Die Wirkung kann in Kombination mit Citicolin verstärkt werden.

Cholin

Cholin ist am Aufbau der Zellmembran beteiligt, weshalb es sich um einen lebenswichtigen Nährstoff handelt. Sobald der Cholin-Spiegel abfällt, kann deine psychische Leistungsfähigkeit darunter leiden. Zu den bekanntesten Cholinen zählen CDP Cholin (Citicolin) und Alpha GPC.

Alpha-GPC

Alpha-GPC ist ein natürliches Nootropikum, das in deinen Nieren und deinem Gehirn vorkommt. Zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln wird es aus Soja-Lecithin gewonnen. Es ist eine Vorstufe des Botenstoffes Acetylcholin, der die Blut-Hirn-Schranke leicht passieren kann, um die Acetylcholin-Synthese anzugregen. Acetylcholin kann wiederum für eine bessere Reizweiterleitung und eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit sorgen.3

CDP Cholin (Citicolin)

CDP Cholin ist eine synthetisch hergestellte Cholinquelle. Da dieser Stoff, der zu den Nootropika gehört, die Blut-Hirn-Schranke problemlos überwinden kann, kann er ebenfalls dein Gehirn mit dem Botenstoff Acetylcholin versorgen. Jedoch hat Citicolin nur einen niedrigen Cholinanteil von 18%. In qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln ist daher meist die teurere Cholinquelle Alpha GPC mit einem Cholinanteil von 40% enthalten.

Racetame

Noopept

Noopept – eines der wirkungsvollsten synthetischen Nootropika – setzt sich aus den beiden Aminosäuren Glycin und Prolin zusammen. Noopept kann das Gehirn stimulieren, sodass die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen gleichermaßen gestärkt werden.

Piracetam

Piracetam gehört ebenfalls zu den Nootropika. Der Wirkstoff, der aus der Gruppe der Antidementiva stammt, ist mit der nicht-proteinogenen y-Aminobuttersäure GABA verwandt. Im Gehirn regt Piracetam die Verwertung von Sauerstoff an, weshalb das Nootropikum Gedächtnis-, Konzentrations- und Denkstörungen entgegenwirken kann.

Oxiracetam

Oxiracetam zählt nicht ganz unbegründet zu den Nootropika, weil es ein echter Gehirn-Booster ist, der das Gedächtnis, die Konzentration und Sinneswahrnehmung verbessern kann. Ferner kann Oxiracetam als Stimulans für mehr Wachsamkeit, geistige Klarheit und mentale Energie sorgen. Das synthetische Nootropikum wirkt wie ein Neurotransmitter, weil es dein Gehirn direkt beeinflusst.

Aniracetam

Aniracetam ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Nootropika, der sogar noch wirkungsvoller sein soll als Piracetam. Es handelt sich um ein geruchloses, bitter schmeckendes Pulver, das die Stimmung heben und Ängste mindern kann. Man geht davon aus, dass die stimmungsaufhellende Wirkung durch eine Stimulierung der Botenstoffe Acetylcholin, Serotonin, Dopamin und Glutaminsäure zustande kommt.

Pramiracetam

Eine Verbesserung der geistigen Fähigkeiten kann auch mit Pramiracetam erreicht werden, um fokussierter und konzentrierter zu sein. Pramiracetam zählt zu den interessantesten Nootropika, weil es eine weitaus stärkere Wirkung haben soll als Piracetam. In erster Linie soll Pramiracetam den Hippocampus stimulieren. Der Hippocampus ist für die Verarbeitung von Informationen zuständig, die aus dem Kurz- und Langzeitgedächtnis stammen.

Phenylpiracetam

Phenylpiracetam, auch als Carphedon bezeichnet, ist mit dem Nootropikum Piracetam verwandt. Phenylpiracetam kann sowohl die psychische als auch die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Die hohe Effizienz beruht auf eine Stimulierung der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin, weil Phenylpiracetam die Blut-Hirn-Schranke leicht passieren kann.

Spezielle Vitamine und Makronährstoffe

Gewisse Vitamine und Makronährstoffe können sie sich sowohl auf deine Lernfähigkeit als auch auf dein Gedächtnis positiv auswirken, obwohl sie keine echten Nootropika sind. Sie schützen dein Gehirn und können zu einem normalen Stoffwechsel beitragen, weshalb sie die Liste der Nootropika durchaus ergänzen können. Zu den wichtigsten Vitaminen und Nährstoffen gehören:

Sulbutiamin

Sulbutiamin ist ein synthetischer Wirkstoff, der aus Vitamin B1 (Thiamin) gewonnen wird. Da das Nootropikum die Blut-Hirn-Schranke problemlos passiert, kann es die Wirkung des wasserlöslichen B-Vitamins verbessern, indem es die Weiterleitung der Nervenimpulse unterstützt. Es ist der Gegenspieler von Acetylcholin, weil es die Freisetzung von Serotonin unterstützt.

Vitamin-B-Komplex

Zu den B-Vitaminen gehören rund 10 Vitamine, die entweder fett- oder wasserlöslich sind. Wasserlösliche B-Vitamine musst du täglich über die Ernährung zuführen, weil sie von deinem Körper nicht gespeichert werden. Für deinen Gehirnstoffwechsel sind sie extrem wichtig, weil sie eine beruhigende und ausgleichende Wirkung haben.

Vitamin D

Vitamin D, auch als Sonnenvitamin bekannt, ist ein natürliches Nootropikum, das dein Körper durch den Einfluss von Licht bilden kann. Da es auch für die Bildung von Serotonin benötigt wird, kann es in den Wintermonaten zum sogenannten Winterblues kommen, wenn das Sonnenlicht rar ist. Hier kann ein Nahrungsergänzungsmittel notwendig sein, um die Vitamin-D-Zufuhr zu ergänzen und in den Genuss der anregenden Wirkung zu kommen.

Fettsäuren

Fettsäuren sind ebenfalls keine Nootropika. Einige spezielle Fettsäuren sind wichtige Energiequellen, welche die Wirkung von Nootropika unterstützen können. Sie sind zum Beispiel an der Reizweiterleitung von Nervenzellen und der Bildung von Glückshormonen beteiligt oder liefern schnelle Energie, weshalb sie eine wertvolle Ergänzung sind.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind in erster Linie an der Reizweiterleitung von Nervenzellen beteiligt. Außerdem sind sie an der Synthese von Serotonin beteiligt, weshalb sie deine Stimmung als natürliches Nootropikum direkt beeinflussen können.

Caprylsäure (MCT-Öl)

Caprylsäure ist ein effektiver Keton-Booster, der aus der Kokosnuss gewonnen wird. Caprylsäure gehört zu den mittelkettigen Triglyceriden (MCT), die auch im Palmöl und in der Butter vorkommen. Wirklich interessant ist, dass diese Fette in Ketone umgewandelt werden, die dein Körper, insbesondere dein Gehirn, als Energiequelle nutzt. Überschüssige Fette werden keinesfalls eingelagert, sondern einfach ausgeschieden.

Stimulierende Nootropika

Was sind stimulierende Nootropika und welche gibt es?

Stimulanzien können die Merkmale klassischer Nootropika nur bedingt erfüllen, weshalb nicht zu den echten Nootropika gehören. Stimulanzien sind Stoffe, welche die Konzentration einzelner Botenstoffe erhöhen können. Dadurch können sie dir einen kurzzeitigen Leistungsschub geben, der dir auf Arbeit oder im Sport zugutekommt. Wie bereits erwähnt werden Stimulanzien von deinem Körper nicht nur schnell toleriert - sie werden auch häufig von Nebenwirkungen begleitet, weshalb du sie nur kurzzeitig einnehmen solltest.

Modafinil

Modafinil gehört zur Gruppe der psychoaktiven Substanzen, die sich durch eine anregende Wirkung auszeichnen. Hierzulande wird es hauptsächlich zur Behandlung von chronischer Müdigkeit und Erschöpfungszuständen eingesetzt. Womöglich kann Modafinil die Wirkung des schlaffördernden Botenstoffes GABA herabsetzen, sodass du dich wacher und leistungsfähiger fühlst.

Koffein

Koffein ist eine natürliche Substanz, die hauptsächlich in Kaffeebohnen, schwarzem und grünem Tee vorkommt. Das Nootropikum sorgt für eine kurzzeitige Weitstellung der Blutgefäße in der Peripherie, sodass das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System gleichermaßen angeregt werden. Gleichzeitig verengen sich die Gefäße im Gehirn – deswegen kann Koffein bei Kopfschmerzen eine lindernde Wirkung haben. Da das Koffein an die Nervenzellen andockt, kann es die Ausschüttung von Adenosin verhindern. Adenosin ist ein Rezeptor, der eine dämpfende Wirkung besitzt. Indem das Koffein die Freisetzung von Adenosin behindert, hält die aufputschende Wirkung des Nootropikums an.

Deprenyl

Deprenyl ist ein Stimulans, das dein Denkvermögen steigern kann und zur Gesunderhaltung deines Gehirns beiträgt. Gewöhnlich wird dieses Medikament zur Behandlung von Alzheimer, Depressionen oder Parkinson eingesetzt. Hierzulande ist das Mittel ausschließlich auf Rezept erhältlich.

Ritalin und Adderal

Ritalin und Adderal können das zentrale Nervensystem stimulieren, weshalb sie zu einer verbesserten Gehirnleistung führen können. Sie gehören ebenfalls zu den Stimulanzien, die nur auf Rezept erhältlich sind.

Guarana

Guarana gehört zu den besten natürlich vorkommenden Nootropika. Die Pflanze, die im Amazonasgebiet beheimatet ist, stammt aus der Familie der Seifenbaumgewächse. Um einen Extrakt zu gewinnen, werden die getrockneten Samen der Pflanze zermahlen und mit heißem Wasser aufgegossen oder als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Ähnlich wie Kaffee besteht Guarana aus anregenden, aufputschenden Substanzen, weshalb die Pflanze vor allem bei Müdigkeit und geistiger Erschöpfung eingesetzt wird. Das Koffein wird langsam und gleichmäßig abgegeben, sodass die anregende Wirkung lange anhält.4

Grüner Tee

Eines der bekanntesten Nootropika ist grüner Tee. Viele Menschen trinken ihn täglich und wissen gar nicht, dass der Tee zu den natürlichen Gehirndopingmitteln gehört. Grüner Tee enthält Koffein und Theanin – eine hervorragende Kombination, die deine Denkleistung verbessern kann. Im Gegensatz zu Kaffee kommt grüner Tee ohne Nebenwirkungen (Herzrasen und Unwohlsein) aus.

Beruhigungsmittel

Diese Mittel zeichnen sich durch eine ausgleichende, beruhigende Wirkung aus. Sie können sich zwar positiv auf dein Gehirn und das zentrale Nervensystem auswirken, jedoch sind Beruhigungsmittel keine echten Nootropika, weil sie den Kriterien der beiden Wissenschaftler Giurgea und Skondia nicht entsprechen. Zu den bekanntesten Beruhigungsmitteln gehören:

Picamilon

Picamilon ist eine Verbindung aus Niacin (Vitamin B3) und GABA (Gamma-Aminobuttersäure), die in Russland schon seit vielen Jahren als Nootropikum verwendet wird. Dass die Inhaltsstoffe die Blut-Hirn-Schranke ganz leicht passieren können, ist ein großer Vorteil, weil sie dadurch die Durchblutung des Gehirns anregen und als stimulierende Substanzen wirken können.

Phenibut

Phenibut gehört zur Gruppe der sogenannten Phenylethylamine, die bestimmte Botenstoffe (Dopamin, Noradrenalin, Dopamin) umfassen. Das Nootropikum ist mit dem beruhigenden Neurotransmitter GABA vergleichbar, der für einen besseren Schlaf, gute Laune und eine innere Balance sorgen kann.

L-Theanin

L-Theanin wird auch als nicht-proteinogene Aminosäure bezeichnet, die ein Bestandteil von grünem und schwarzem Tee ist. Da der Wirkstoff für mehr Ruhe und Gelassenheit sorgen kann, zählt Theanin ebenfalls zu den Nootropika. Die beruhigende und ausgleichende Wirkung kommt durch eine Beeinflussung des Neurotransmitters GABA zustande, welche bei der Verstoffwechslung von Theanin in deinem Gehirn entsteht. GABA ist ein Botenstoff, der sich beruhigend auf das zentrale Nervensystem auswirken kann.

Welche Nootropika gibt es bei ahead®?

SHARP MIND ist der ideale Nährstoff-Booster für dein Gehirn. Ausgesuchte Inhaltsstoffe, darunter Alpha GPC, Acetyl-L-Carnitin, Brahmi (Bacopa Monnieri), L-Theanin und Huperzia Serrata können deine mentale Leistungsfähigkeit verbessern, um geistig fit, konzentriert und fokussiert zu sein.

Quellen

1: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26179181
2: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20590480 3: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15106147
4: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27720901

 


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