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10. 10. 2017 0 Kommentare


Es klingt wie ein Märchen: Du hörst einen bestimmten Soundtrack und bist entweder vollkommen entspannt oder hochkonzentriert. Die Rede ist von binauralen Beats, mit denen du dein Gehirn ganz natürlich dopen kannst.

Man sieht sie überall: Menschen, die mit Kopfhörern trainieren, arbeiten, lesen oder lernen. Kaum vorstellbar, dass sie sich von den Soundtracks nicht ablenken lassen. Binaurale Beats sind jedoch keine gewöhnliche Musik, sondern Klänge, die im Gehirn eine ganz bestimmte Wirkung erzeugen. Sobald du die Kopfhörer aufsetzt, versetzt die Musik dich in eine Art Trance. Komischerweise bist du dabei hellwach. Binaurale Beats helfen dir dabei, konzentrierter zu arbeiten oder intensiver zu trainieren. Viele Menschen behaupten sogar, dass binaurale Beats regelrecht „high“ machen. Du bist skeptisch? Dann solltest du weiterlesen!

Binaurale Beats: Was ist das eigentlich?

Binaurale Beats sind Töne, die in deinem Gehirn entstehen, wenn du zwei vollkommen unterschiedliche Frequenzen gleichzeitig hörst. Dieses Phänomen ist mit zwei unterschiedlich gestimmten Instrumenten vergleichbar, mit denen zwei Musiker versuchen, dasselbe Lied zu spielen. Es klingt zwar nicht vollkommen schräg – harmonisch klingt es aber auch nicht. Binaurale Beats sind demzufolge Töne, die sich etwas rau anhören. Der Frequenzunterschied ist kaum wahrnehmbar, weil er noch unter 30 Hertz liegt.

Die Ohren bekommen also Klänge zu hören, die einem normalen Musikstück keinesfalls ähneln? Nicht ganz. Binaurale Beats bestehen aus einem gleichmäßigen Piepen, das mit bestimmten musikalischen Kompositionen oder beruhigenden Naturgeräuschen kombiniert wird, um den Sound etwas angenehmer zu gestalten. Anders wäre dieser monotone Ton vermutlich kaum zu ertragen.

Kopfhörer statt Anlage: Binaurale Beats müssen auf die Ohren

Wer die binauralen Beats über die Stereoanlage hört, wird von dem positiven Effekt dieser sonderbaren Klänge nicht profitieren können. Da jedes Ohr mit einer anderen Frequenz beschallt wird, musst du dir Stereokopfhörer aufsetzen, damit die gewünschte Wirkung eintreten kann. Dieser Unterschied wäre über die Boxen deiner Anlage kaum wahrnehmbar. Wichtig ist jedoch, dass die Audiodateien nicht unnötig komprimiert werden, damit wichtige Töne nicht verloren gehen. Deshalb werden sie entweder in einem MP3- oder WAV-Format angeboten.

Was passiert eigentlich im Gehirn?

Sobald wir die unterschiedlich frequentierten Töne über die Ohren aufnehmen, werden sie in unserem Stammhirn verarbeitet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass binaurale Beats unsere Hirnströme beeinflussen können. Zum Beispiel haben Menschen im Wachzustand andere Gehirnströme als Menschen, die gerade schlafen oder relaxen.

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Auch wenn binaurale Beats nur unterschwellig wahrgenommen werden, scheinen sie im Gehirn etwas zu bewirken. Je nach Frequenz kannst du dich entweder besser entspannen, konzentrierter arbeiten oder lernen. Niedrige Frequenzen zwischen 0,1 und 13 Hertz ähneln einem schlafähnlichen Zustand, der für pure Entspannung sorgt. Hierbei handelt es sich um Delta-, Theta- und Alphawellen, die entweder einen Tiefschlaf, einen Dämmerschlaf oder einen sehr entspannten Zustand, der besonders vor dem Einschlafen auftritt, hervorrufen.

Beta- und Gammawellen hingegen, die zwischen 13 und 31 Hertz stark sind, regen wiederum die Konzentrationsfähigkeit an. Wenn du bei deiner Arbeit oder deinem Examen unkonzentriert bist, solltest du einen höheren Frequenzbereich wählen, um noch leistungsfähiger zu sein. Übrigens wirken die binauralen Beats nicht nur bei Menschen, die besser lernen oder sich entspannen wollen, wahre Wunder. Auch können Sportler von diesen wundersamen Klängen profitieren, um beim Training Höchstleistungen zu vollbringen.

Binaurale Beats: Humbug oder nicht?

Viele Menschen, die die binauralen Beats ausprobiert haben, sind begeistert. Offenbar lassen sie sich von anderen Dingen weniger ablenken, sodass sie nicht nur weitaus konzentrierter, sondern auch viel produktiver sind. Dennoch gehen die Meinungen der Befürworter und Gegner immer noch weit auseinander. Seitdem der Physiker Heinrich Wilhelm Dove die Frequenzen 1839 entdeckt hat, ist deren Wirkung umstritten. Einen Beweis, dass binaurale Beats tatsächlich wirken, gibt es nicht wirklich.

Dennoch glauben Befürworter an die Kraft dieser wundersamen Klänge. Und das Beste ist: Du kannst die Titel ganz einfach im Internet downloaden und ausprobieren. Weltweit haben zahlreiche Menschen die „Droge aus den Kopfhörern“ für sich entdeckt. In den USA wird das Hören der binauralen Beats auch gerne als „I-Dosing“ bezeichnet. Teenager scheinen sogar regelrecht süchtig nach den tranceartigen Klängen zu sein.

Auch wenn die Klänge sich positiv auf die Psyche auswirken, sollten einige Menschen auf die binauralen Beats verzichten. Dies betrifft vor allem Epilepsie-Patienten, deren Gehirn besonders sensibel reagiert.

Fazit: Ob Marketingstrategie oder nicht: Viele User sind von der Wirkung der binauralen Beats begeistert. Dabei spielt es keine Rolle, ob du lernen, konzentrierter arbeiten oder Sport treiben möchtest, weil es für jeden Bedarf den passenden binauralen Beat gibt.



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