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16. 10. 2017


Alpha-GPC ist schon seit über 150 Jahren bekannt und überrascht die Wissenschaft heute noch mit neuen Erkenntnissen über dessen Einsatzmöglichkeiten und Wirkungen. Vor allem die Alzheimer-Forschung ist sehr an Alpha-GPC interessiert. Es gibt aber auch einige Eigenschaften, die du dir zu Nutze machen kannst, wenn du die Leistung deines Gehirns maximieren möchtest. Im Folgenden erfährst Du mehr über Alpha-GPC. Wir erklären dir wie Alpha-GPC auf deinen Körper wirkt und was du davon erwarten kannst.

Was ist Alpha-GPC?

Alpha-GPC ist die Abkürzung für die recht sperrige biochemische Bezeichnung L-alpha-Glycerylphosphorylcholin und wird manchmal als Cholinalfoscerat bezeichnet. Alpha-GPC ist ein Phospholipid, das natürlich im Gehirn und in der Niere des menschlichen Körpers vorkommt. Anhand des langen Namens ist außerdem zu erkennen, dass Alpha-GPC Cholin enthält. Cholin ist Bestandteil des Acetylcholins, ein lebenswichtiger Botenstoff des Gehirns. Als Cholinquelle kann Alpha-GPC für die körpereigene Acetylcholinproduktion genutzt werden. Zudem ist Alpha-GPC in der Muttermilch enthalten, was ein deutlicher Hinweis für die besondere Bedeutung von Alpha-GPC ist. Um es in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder als Zusatz in Lebensmitteln einzusetzen, kann Alpha-GPC aus pflanzlichem Phosphatidylcholin synthetisiert werden und ist somit ebenfalls für Vegetarier und sogar Veganer geeignet.

Wie wirkt Alpha-GPC?

In erster Linie ist Alpha-GPC ein sehr guter Lieferant für Cholin, das unser Körper für die Synthese von Acetylcholin benötigt. Dabei ist er auf eine Cholinquelle angewiesen, die von außen - in der Regel über das Essen - aufgenommen werden muss. Mit Hilfe von speziellen, körpereigenen Enzymen wird Cholin aus Alpha-GPC gewonnen und in Acetylcholin umgewandelt. Acetylcholin übernimmt als Botenstoff oder auch Neurotransmitter äußerst wichtige Funktionen, ohne die wir nicht lebensfähig wären. Wichtig und interessant zu wissen ist, dass die Wirkung des Acetylcholins von seinen spezifischen Andockstellen, den Rezeptoren, abhängt. Es gibt mehrere Rezeptortypen für Acetylcholin, die an verschiedenen Stellen im Körper vorkommen und dort unterschiedliche Wirkungen nach sich ziehen. Dadurch kann ein und derselbe Botenstoff so vielfältige Funktionen haben.

Die wohl bekannteste Wirkung von Acetylcholin, die manche vielleicht noch aus dem Biologieunterricht kennen, ist die willkürliche Erregung der Skelettmuskulatur. Nerven, die einen Bewegungsimpuls an die benachbarten Muskeln weitergeben sollen, schütten Acetylcholin aus. Das Acetylcholin kann an die Rezeptoren der Muskelzellen binden und führt so zur Erregung des Muskels. Darüber hinaus hat Acetylcholin weitere wichtige Aufgaben in der Übertragung von Signalen, die vom Gehirn zu den inneren Organen geleitet werden müssen. Darunter fallen beispielsweise die Steuerung der Atmung und der Herzfrequenz. Die Kontrolle darüber wird vom Gehirn autonom ohne unser bewusstes Handeln übernommen. Im Wesentlichen läuft diese Kontrolle über die beiden Systeme Sympathikus und Parasympathikus ab, die als ihre jeweiligen Gegenspieler fungieren. Dabei wird der Sympathikus bei Stress aktiv, während der Parasympathikus in ruhigen Situationen die Organfunktionen steuert. Obwohl Acetylcholin auch ein Botenstoff des Sympathikus ist, ist dessen Wirkung im Parasympathikus wesentlich umfangreicher. Daher wird Alpha-GPC durch seinen Einfluss auf die Acetylcholinproduktion mitunter als Parasympathomimetikum, sozusagen als Nachahmer des Parasympathikus, bezeichnet.

Eine sehr interessante und komplexe weitere Funktion des Acetylcholins ist die Beteiligung an kognitiven Prozessen, die bei jeder höheren Form des Denkens und beim Lernen zum Tragen kommen. Unser Nervensystem besitzt sogenannte cholinerge Neurone. Das sind Nervenzellen im Gehirn, die in der Lage sind Acetylcholin zu synthetisieren, in ihren Synapsen zu speichern und bei Bedarf auszuschütten. Wird Acetylcholin von diesen Nervenzellen ausgeschüttet, wirkt es auf die nachgeschalteten Nervenzellen erregend. Auf diese Weise ist Acetylcholin an Lernprozessen und an der Gedächtnisleistung beteiligt. Da Alpha-GPC nicht nur als reine Cholinquelle dient, sondern laut Forschern zudem die Synthese und Ausschüttung von Acetylcholin erhöht, untersuchen Wissenschaftler einen möglichen Nutzen von Alpha-GPC bei der Therapie von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen.1,2 Denn bei Alzheimer führt ein Absterben vor allem der cholinergen Neurone und ein daraus folgender Mangel an Acetylcholin zu Gedächtnisstörungen und anderen typischen Symptomen dieser Erkrankung. Klinische Studien schlussfolgern aufgrund ihrer Ergebnisse, dass Alpha-GPC das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und kognitive Beeinträchtigungen von demenzkranken Patienten verbessern kann.3,4,5 Des Weiteren ließen sich Schädigungen des Gehirns, die von einem Schlaganfall verursacht wurden, durch die Behandlung mit Alpha-GPC abmildern.6

Diese Erkenntnisse könnten aber auch genutzt werden, um allgemein das Lernen effektiver zu machen, die Aufmerksamkeit zu steigern und das Gedächtnis in jedem Alter fit zu halten. So könnte die Leistungsfähigkeit junger, gesunder Menschen optimiert werden. Außerdem könnte der normale Alterungsprozess des Gehirns durch Alpha-GPC möglicherweise verzögert werden. Dazu gibt es schon mehrere Studien, die vielversprechende Hinweise für eine derartige Anwendung liefern. 6,7,8,9

Neben seiner Funktion als Ausgangsquelle für Acetylcholin werden Alpha-GPC weitere Funktionen zugeschrieben. Schließlich entsteht nach der Abspaltung des Cholins aus dem Überrest von Alpha-GPC erneut ein Phospholipid. Studien zu Folge hält Alpha-GPC die Zellmembranen intakt und erhöht die Konzentration des Wachstumshormons Somatropin.6,10 Die Zunahme an Somatropin, das am Muskelaufbau beteiligt ist und fettabbauend wirkt, soll wiederum die Muskelkraft während des Trainings steigern.10 Alpha-GPC kann demzufolge sowohl deine mentalen Fähigkeiten als auch deine Körperkraft stärken. So hilft dir Alpha-GPC in unterschiedlichen Situationen. Ganz egal, ob du gerade konzentriert arbeitest, lernst oder Sport treibst. Außerdem gibt es wissenschaftliche Anhaltspunkte dafür, dass Alpha-GPC noch auf andere Neurotransmitter des Gehirns einen Einfluss hat. So wird beschrieben, dass in einer Studie durch die Gabe von Alpha-GPC die Ausschüttung von Dopamin erhöht war.11 Das Hormon Dopamin wird mit Antriebssteigerung und einer Verbesserung der Aufmerksamkeit und der Motivation assoziiert. Demnach würdest du durch die Einnahme von Alpha-GPC nicht nur erfolgreich lernen, sondern auch von einer höheren Motivation und Aufmerksamkeit profitieren.

 

Warum Alpha-GPC als Cholinquelle?

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Es gibt mehrere Gründe, weshalb Alpha-GPC anderen Cholinverbindungen überlegen ist. Es kommt in erster Linie darauf an, wie das Cholin gebunden ist. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass beispielsweise freies, ungebundenes Cholin im Gegensatz zu Alpha-GPC nicht zu einer vermehrten Synthese und Ausschüttung von Acetylcholin führt. Sie empfehlen sogar, dass Cholin in Form von Phospholipiden eingenommen werden sollte, wenn es für die Synthese von Acetylcholin zur Verfügung stehen soll.1 Das alleine reicht jedoch nicht aus. Denn Phosphatidylcholin, ein weiteres cholinhaltiges Phospholipid, konnte in klinischen Studien anders als Alpha-GPC nicht überzeugen.3 Citicolin schneidet hingegen in Untersuchungen zur Verbesserung der kognitiven Leistung schon besser ab. Dem Citicolin, das auch CDP-Cholin genannt wird und ebenfalls ein cholinhaltiges Phospholipid ist, wurde ähnlich wie Alpha-GPC in einer Übersichtsarbeit von mehrere Studien ein positiver Effekt auf die Gedächtnisleistung zugesprochen.12 Ebenso wie Alpha-GPC hat CDP-Cholin die wichtige Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Viele andere cholinhaltige Substanzen können das nicht und gelangen nicht ohne umständliche Umbauprozesse ins Gehirn. Alpha-GPC und CDP-Cholin haben daher den Vorteil, über das Blut sehr schnell ins Gehirn transportiert zu werden und dort ihre Wirkung zu entfalten. Einer italienischen Studie nach stimuliert Alpha-GPC die Acetylcholinsynthese allerdings effizienter als CDP-Cholin.13

Ein weiteres Argument, das für Alpha-GPC spricht, ist dessen enorm hohe Bioverfügbarkeit.6 Das bedeutet, der Großteil des eingenommenen Alpha-GPC kommt auch tatsächlich an seinem Wirkungsort im Gehirn an und wird nicht schon vorher abgebaut und wieder ausgeschieden. Die eingenommene Menge eines Stoffes entspricht nicht immer der Menge, die ans Ziel gelangt. Denn oftmals wird ein Stoff gar nicht erst vollständig in den Blutkreislauf überführt. Das gilt ebenso für einige Cholinquellen. Wenn du also Nahrungsergänzungsmittel wie sharp mind einnimmst, die Alpha-GPC enthalten, kannst du auch von der hohen Bioverfügbarkeit profitieren.

Alpha-GPC als Nahrungsergänzungsmittel

Wir sind auf die Aufnahme von Cholin durch unsere Nahrung angewiesen, um genügend Ausgangsmaterial für die Acetylcholinsynthese zur Verfügung zu haben. Um dem Gehirn die Möglichkeit zu geben, sein Potential voll und ganz auszuschöpfen, kann eine cholinreiche Ernährung ratsam sein. Außerdem kann ein Cholinmangel schwerwiegende Folgen haben. Bei einem leichten Mangel können bereits Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses auftreten. Zu den Lebensmitteln, die einen relativ hohen Cholingehalt aufweisen, gehören hauptsächlich:

  • Milch
  • Leber
  • Fisch
  • Eier
  • Nüsse
  • Soja
  • Weizenkeime

Nahrungsergänzungsmittel bieten eine Möglichkeit, um die Aufnahme der benötigten Menge an Cholin sicherzustellen. Empfohlen wird eine Tagesdosis von 550 mg für Männer und 425 mg für Frauen, um den Cholinspeicher aufzufüllen. Schwangere und stillende Frauen haben einen etwas höheren Bedarf. Bei Produkten mit Alpha-GPC wie sharp mind sorgt die hohe Bioverfügbarkeit dafür, dass das Gehirn nahezu im vollen Umfang auf das enthaltene Cholin zugreifen kann und kaum etwas verschwendet wird. In Situationen, in denen das Gehirn auf eine größere Menge Acetylcholin angewiesen ist, kann es so schnell und effektiv reagieren. Alpha-GPC ist wasserlöslich und kann daher einfach zusammen mit Wasser eingenommen werden. Es empfiehlt sich die Tagesdosis auf mehrere Rationen über den Tag zu verteilen, um eine gleichbleibende Versorgung mit Cholin zu gewährleisten. Sharp mind enthält neben Alpha-GPC eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe, die genau aufeinander abgestimmt sind und sich so in ihrer Wirkung gegenseitig unterstützen sollen. Acetyl-L-Carnitin, kurz ALCAR, ist einer dieser Inhaltsstoffe. Das Zusammenspiel von Alpha-GPC und ALCAR soll die Synthese von Acetylcholin gegenüber der alleinigen Wirkung von Alpha-GPC noch um ein Vielfaches verstärken. Da sharp mind zusätzlich die Vitamine und Co-Faktoren mitliefert, die von den Nervenzellen für die Herstellung von Acetylcholin benötigt werden, ist für einen reibungslosen Ablauf der Acetylcholinsynthese gesorgt. Wenn zwar genügend Cholin in den Zellen vorliegt, aber es an anderen Molekülen mangelt, ohne die die Synthese nicht funktioniert, kann keine effiziente Wirkung erzielt werden.. Um das Ganze abzurunden, beinhaltet sharp mind darüber hinaus noch Bärlapp Extrakt. Das im Bärlapp Extrakt natürlich enthaltene Alkaloid „Huperzin A“ soll das Enzym Acetylcholinesterase hemmen, das Acetylcholin nach seiner Ausschüttung abbaut. Der Gedanke dahinter ist, dass Acetylcholin auf diese Weise länger wirken kann und dadurch die Übertragung des Signals an die nachgeschalteten Nervenzellen verstärkt werden soll. Dieses Prinzip wird synaptische Plastizität genannt und ist ein grundlegender Mechanismus für Lernprozesse und die Funktion des Gedächtnisses. Die Folge einer verstärkten synaptischen Plastizität ist, dass Lernen leichter fällt und neu erlerntes Wissen länger im Gedächtnis bleibt.

 

Nebenwirkungen von Alpha-GPC

Alpha-GPC gilt als sichere Substanz, wenn die vorgeschriebene Dosierung nicht überschritten wird. Innerhalb von 20 Jahren klinischer Erfahrung wurde von unerwünschten Nebenwirkungen nur in seltenen Fällen berichtet. Bei einer deutlichen Überschreitung der empfohlenen Tagesdosis können jedoch Nebenwirkungen wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen auftreten.6,14

 

Quellen

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18289004
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11589920
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19574993
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11589921
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12637119
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24156263
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1319912
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1662399
  9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4006646/
  10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3313098/
  11. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3709792
  12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15106147
  13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21195433
  14. https://www.accessdata.fda.gov/scripts/fdcc/index.cfm?set=GRASNotices&id=419

 

 


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